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AWO Ferienspiele – ein Angebot, das Kinder wie Eltern begeistert

Stars auf der Bühne: Großen Spaß hatten die sechs- bis zwölfjährigen Buben und Mädchen, die während der Ferienspiele das Theaterstück „Marco Polos Abenteuer“ schrieben und einstudierten.

Sommerferien – was Schülerinnen und Schüler in Hochstimmung versetzt ist für viele Eltern oft ein Reizwort. 14 Wochen im Jahr sind unterrichtsfrei und stellen arbeitende Eltern, die keinen Hortplatz für ihren Nachwuchs haben, vor die Frage, wie sie diese Zeit überbrücken können.
 
Bereits seit neun Jahren bietet der AWO Kreisverband München-Land e.V. in Kooperation mit Firmen und Gemeinden Ferienspiele an. Häufig finden die betreuten Aktionen in Räumlichkeiten der Unternehmen oder der Gemeinden statt. Die Ferienspiele sind gefragt, denn nicht alle berufstätigen Eltern haben die Möglichkeit, ihre Kinder während der gesamten Schulferien zu betreuen.
 
Der AWO Kreisverband München-Land sieht in dem Angebot einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Dafür zu sorgen, dass die Kinder versorgt sind und in der schulfreien Zeit ihren Spaß haben, während die Eltern arbeiten, das ist ein Stück „Arbeiterwohlfahrt“ , sagt Michael Germayer, Vorstand des AWO Kreisverbands München-Land. Während die Ferienspiele im Landkreis München derzeit in Kooperation mit großen Unternehmen wie Bosch oder Allianz organisiert werden und die Plätze für die Kinder der Firmen-Mitarbeiter reserviert sind, will die AWO neben diesen Kooperationen die Anzahl der Angebote ausbauen und für alle Interessenten öffnen.
 
Das Interesse von Unternehmen und Kommunen, Ferienspiele anzubieten, damit Eltern Familie und Beruf besser vereinbaren können, nimmt weiter zu, wie das Wachstum dieses Bereichs seit 2009 belegt. Damals wurden vier Ferienspielprojekte angeboten, in diesem Jahr sind es bereits 14. Germayer: „Der Bedarf für ein solches Angebot ist da, deshalb arbeiten wir nun an einem Konzept für ein umfangreicheres Angebot.“
 
Mit den Ferienspielen soll erreicht werden, dass es den daheimgebliebenen Kindern nicht langweilig wird. „Gemeinsam werden Ausflüge unternommen, die Natur und die Stadt erkundet und neue Freundschaften geschlossen“, sagt Sarah Brömmel, verantwortlich für die Ferienspiele beim AWO Kreisverband. Das Programm für Kinder von sechs bis zwölf Jahren reicht vom Einsatz der Feriendetektive in Unterhaching über das Entdecken der Natur mit allen Sinnen in Hohenbrunn bis hin zum vielfältigen Angebot der Deutschen Bahn unter dem Motto »Die Rasselbahnde«.“
 
Ein besonderes Highlight, so Sarah Brömmel, ist seit zwei Jahren die Filmwoche im Bürgerhaus Neukeferloh, die von der Gemeinde Grasbrunn in Kooperation mit den Firmen Bosch und Bell angeboten wird. Jugendliche von zwölf bis 15 Jahren drehen gemeinsam mit einer Filmexpertin einen Film. Eine Herausforderung, der sich Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren auch heuer wieder gestellt haben. In einer Woche wurde mit viel Einfühlungsvermögen und noch mehr Spaß der Streifen „Die (Anti-)Helden“ realisiert. Bei der Filmpremiere im Bürgerhaus Neukeferloh gab es viel Applaus für die hollywoodreifen Schauspieler und Schauspielerinnen, das Technik-Team und nicht zuletzt für die beiden AWO-Projektleiterinnen Ricarda und Lisa.
 
Parallel zur Filmproduktion gab es für die Jüngeren ein Theaterprojekt. Die Sechs- bis Zwölfjährigen starteten in Begleitung der Betreuerinnen Nicole und Anja eine Bühnenkarriere. Für „Marco Polos Abenteuer“ schrieben sie nicht nur das Bühnenstück, sondern fabrizierten Kostüme und Bühnenbild!
 
Am letzten Ferienspieltag findet traditionell der Familiennachmittag statt, an dem die Kinder den Eltern bei Kaffee und Kuchen präsentieren, was sie während der Woche gebastelt, unternommen oder eingeübt haben. Über den Applaus für Film und Theaterstück in Neukeferloh haben sich alle gefreut, aber am liebsten hätten sie noch ein paar Wochen weitergemacht.

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