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AWO verleiht den Preis für soziales Engagement

Die AWO hat zum ersten Mal den „Preis für soziales Engagement“ verliehen. Beim Festakt in Aschheim war es ein ehemaliger Flüchtling aus Syrien, der mit bewegenden Worten einen Höhepunkt des Abends setze.

Die rund 200 Gäste lauschten gebannt, als der 27-jährige Rony Goliana von seiner Flucht vor den IS-Milizen berichtete und die Sehnsucht nach seiner Familie zum Ausdruck brachte, die er in Syrien zurücklassen musste. Seine Flucht liegt nun zwei Jahre zurück. Heute engagiert sich der Sprachstudent gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen der Asylhelferkreise Ottobrunn und Putzbrunn für Menschen, die wie er als Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Für dieses Engagement nahmen die Helferkreise beim Festakt den Preis entgegen.

„Eine solche Auszeichnung hat eine enorme Strahlkraft in der Öffentlichkeit und rückt unsere Arbeit und unsere Projekte in das Blickfeld der Öffentlichkeit“, sagte Irene Martius vom Asylhelferkreis Putzbrunn in ihrer Rede, in der sie sich bei der AWO bedankte. Diakon Karl Stocker, der die beiden Helferkreise leitet, freute sich, dass „die Bevölkerung hinter uns steht“. Insgesamt 90 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich aktuell für die Flüchtlinge.

Ingrid Simet, stellvertretende Bezirksvorsitzende der AWO Oberbayern, würdigte in ihrer Laudatio die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft. Die Vertreterin der Stiftung des Bezirksverbandes Oberbayern. „AWO-Ehrenamt lohnt“ sagte: „Die Menschen, die wir heute hier zum ersten Mal mit diesem Preis auszeichnen, schenken anderen etwas Besonderes, nämlich Zeit, Aufmerksamkeit und Herzlichkeit. Sie helfen Flüchtlingen, die zumeist unvorstellbare Strapazen auf sich genommen haben, um unser Land zu erreichen, sich in der „Fremde“ zurecht zu finden.

Sie helfen beim Deutsch lernen, helfen bei Behördengängen, helfen beim Einkaufen und helfen nicht zuletzt auch dabei, das lange Warten in den Flüchtlingsunterkünften mit Leben und Aktivitäten zu überbrücken. Es geht ihnen nicht um sich selber, sondern darum, den neuen Nachbarn in ihren Gemeinden ein kleines Stückchen Normalität zu schenken. Ihnen ein kleines Bisschen Alltag wieder zu geben, der ihnen in den Wirren von Krieg und wirtschaftlicher Not entrissen worden ist.

Wir als Wohlfahrtsverband können Gesetze in Deutschland nicht ändern, nur auf Missstände aufmerksam machen. Und uns vor Ort engagieren. Und Projekte in unserem Landkreis öffentlich würdigen, die sich für mehr Menschlichkeit in der Betreuung der Asylsuchenden einsetzen.“

 

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