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AWO Wohnungsnotfallhilfe erhält Bus vom SZ Adventkalender – Hilfe für Landkreisbürger*innen in Wohnungsnot

Bei der Übergabe des neuen Busses (v.l): Anita Niedermeier, stellvertr. Vorsitzende der SZ-Stiftung Adventskalender für gute Werke, Michael Germayer, geschäftsführender Vorstand des AWO Kreisverbands München-Land e.V., Tanja Fees, Wohnungsnotfallhilfe, Koordination Obdachlosenberatung, und Janett Bodemann, Wohnungsnotfallhilfe, Koordination Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit.

Landkreis München – Die AWO Wohnungsnotfallhilfe hat für ihren Einsatz in den Bereichen Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit (FOL), Unterstütztes Wohnen (UW) und Obdachlosenberatung (OL) ab sofort einen Bus zur Verfügung. Der SZ Adventskalender für gute Werke hat der AWO Einrichtung einen achtsitzigen Kleinbus finanziert! Konkret kommt dieser ab sofort bei Umzügen zum Einsatz, bei einer Entrümpelung, bei Zwangsräumung oder bei Wohnungsbesichtigungen. Menschen im Landkreis München, die in Wohnungsnot sind, kann dank des Busses mit einem „Schnelleinsatz“ unkompliziert geholfen werden.

 

„Immer mehr Familien mit Kindern sind in Not. Der Bus gibt uns einen größeren Handlungsspielraum. Jetzt können wir spontan reagieren und helfen“, sagt Stefan Wallner, Leiter der Wohnungsnotfallhilfe. „Früher standen wir oft vor der Frage, können alle Familienmitglieder mitfahren und wohin mit dem Gepäck“, sagt Janett Bodemann von der Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit. Dank des großen Wagens ist das keine Frage mehr. „Außerdem können gespendete Möbel schnell abgeholt und an Ort und Stelle gebracht sowie Umzüge von einer Obdachlosenunterkunft in eine neue Wohnung unkompliziert bewältigt werden“, sagt Tanja Fees von der Obdachlosenberatung. „Dafür muss ab jetzt kein Auto mehr gemietet werden.“

 

Michael Germayer, geschäftsführender Vorstand des AWO Kreisverband München-Land e.V., bedankte sich bei Anita Niedermeier, Stellvertretende Geschäftsführerin der SZ-Stiftung. Germayer: „Mit dem Bus hilft uns der SZ-Adventskalender, den von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen noch unbürokratischer zu helfen.“ Die Zahl der Menschen, die im Landkreis München von Obdachlosigkeit bedroht sind oder tatsächlich obdachlos werden, wird immer größer. Germayer: „Obdachlosigkeit hat längst nichts mehr mit fehlender Beschäftigung zu tun. Unter den von Obdachlosigkeit bedrohten Bürger*innen des Landkreises können immer mehr eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen und gehen einer oder mehreren Beschäftigungen nach, wie unsere Zahlen belegen.

Laut unserer Statistik für das Jahr 2017 haben über 50 Prozent der von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen einen Beruf oder erhalten Rente.
Der Bus des SZ Adventskalenders hilft der AWO Einrichtung sehr bei ihrer Arbeit im Flächen-Landkreis München. Wir bedanken uns ganz herzlich dafür.“

 

Hintergrundinformationen:

Die Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit (FOL) im Landkreis München hatte 2017 zehnjähriges Jubiläum. Seit August 2007 ist die FOL, eine Abteilung der Wohnungsnotfallhilfe des AWO Kreisverbandes München-Land e.V., in den 29 Gemeinden des Landkreises im Einsatz und hat hunderte von Frauen, Männer und Kinder vor der Obdachlosigkeit bewahrt oder geholfen, neuen Wohnraum zu finden. Zwischen 2007 und 2017 haben 17 478 Personen (davon 5491 Kinder) Kontakt mit der FOL aufgenommen, weil sie Gefahr liefen, ihre Wohnung zu verlieren.

Hinzu kam im Jahr 2009 die Obdachlosenberatung (OL) zur Unterstützung von obdachlos gewordenen Menschen. Die AWO berät derzeit Bürger*innen in sieben Gemeinden.

 

Seit 2012 gibt es das Unterstützte Wohnen (UW). Das Hilfsangebot richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, die bereits einen sicheren Wohnraum haben, aber aufgrund von Problemen mit den Finanzen, der Gesundheit, Arbeit oder des sozialen Umfelds diesen wieder verlieren könnten.

 

Es herrscht „Wohnungsarmut“

Zehn Jahre Wohnungsnotfallhilfe heißt leider nicht, dass im Landkreis München alle Probleme gelöst sind. Nach wie vor herrscht „Wohnungsarmut“. Die einen haben kein Dach über dem Kopf, die anderen macht die Miete im wahrsten Sinne des Wortes arm. Immer mehr Menschen haben keinen gesicherten Mietvertrag oder wohnen in unzumutbaren Verhältnissen.

 

  • Im Jahr 2017 waren im Landkreis München 241 Erwachsene und 86 Kinder im Landkreis München obdachlos und mussten untergebracht werden
  • Weitere 1960 Erwachsene und 650 Kinder waren von Obdachlosigkeit bedroht und suchten Unterstützung bei der AWO Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit
  • Hoher Unterstützungsbedarf für EU-Bürger, die nach München drängen. Sie finden hier zwar Arbeit aber noch lange keinen Wohnraum

http://www.awo-kvmucl.de/wohnungshilfe/wohnungsnotfallhilfe/wohnungsnotfallhilfe-wir-ueber-uns/

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