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Aktuelles aus dem Kreisverband

Denkanstöße von Franz Müntefering

Max Wagmann, Vorsitzender des Präsidiums der AWO München-Land, Ingrid Simet, Mitglied im Präsidium des Bezirksverbands Oberbayern, Michael Germayer, Vorstand AWO München-Land, und AWO-Landesvorsitzender Thomas Beyer (v.l.) folgten interessiert den Ausführungen des ehemaligen Vizekanzlers Franz Müntefering (3.v.l).

Seit 1985 lädt der AWO-Bezirksverband Oberbayern Mitglieder und Mitarbeiter, Förderer und Vertreter aus Politik und Wirtschaft zu einem sozialpolitischen Aschermittwoch ein. Der ehemalige Vizekanzler und Bundesminister Franz Müntefering stellte in diesem Jahr die demographische Entwicklung und ihre Folgen in den Mittelpunkt des traditionellen Treffens.

Nicole Schley, Präsidentin des AWO Bezirksverbands Oberbayern, begrüßte die Gäste in der Stadthalle in Weilheim, darunter den Landesvorsitzenden Thomas Beyer. Der Aschermittwoch sei ein guter Tag für Denkanstöße über die aktuellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft, stellte Schley fest. Franz Müntefering, Präsident des Arbeiter-Samariterbundes und Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, sparte in seiner lebensnahen Rede nicht mit den gewünschten Impulsen, unter anderem in Hinblick auf Lebenserwartung und ihre Folgen. Müntefering: „Heute gibt es etwa siebentausend Menschen, die über 100 Jahre alt sind, im Jahr 2050 werden es über 80 000 sein. Das ganze Dortmunder Stadion voll Hundertjähriger – außer auf dem Platz!“ Hinzu kommen Wanderbewegungen innerhalb Deutschlands – entvölkerte Landstriche auf der einen Seite, Wohnungsnot auf der anderen, sowie eine hohe Zahl an Alleinerziehenden.

Wie wird das funktionieren? Nur dann, so Müntefering, wenn die Menschen sich umeinander kümmern und in der sozialen Gesellschaft ein Teil der Probleme aufgefangen werden. Die Kommunen müssten gestärkt werden, um für die entsprechenden Einrichtungen zu sorgen, für Schulen, Kindergärten aber auch für Hospiz- und Palliativeinrichtungen. Das Drittel der Gesellschaft, das bald im Rentenalter sei, falle nicht aus der Verantwortung. „Es gibt es eine Verpflichtung zur gesellschaftlichen Teilhabe“, sagte der 77-Jährige und verriet das Rezept, um fit zu bleiben: sich bewegen, immer weiter zu lernen und Spaß am Leben zu haben.

Weilheims zweiter Bürgermeister Horst Martin und Landrätin Andrea Jochner-Weiß bedankten sich in ihren Grußworten bei der AWO für ihr soziales Engagement als Partner der Kommunen.

 

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