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Aktuelles aus dem Kreisverband

Gemeinsam stark für bezahlbare Mieten

Es ist vollbracht: Der Kreisverband hat die AWOhnbau-Genossenschaft Landkreis München eG ins Leben gerufen. 15 Mitglieder trafen sich am 18. Oktober in der Geschäftsstelle, die zugleich Sitz der neuen Genossenschaft ist, um die Gründung zu beschließen und um den Aufsichtsrat zu wählen.

Die Mitglieder entschieden sich für Edwin Klostermeier (Bürgermeister von Putzbrunn), Ingrid Lenz-Aktas (Vorstandsmitglied im Kreisverband) und Jens Jourdan, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Der Aufsichtsrat bestellte Dr. Stefan Straßmair (Bürgermeister von Hohenbrunn), Mindy Konwitschny und Max Wagmann zum Vorstand der Genossenschaft.

„Mit der Gründung dieser Genossenschaft setzen wir einen weiteren Beschluss der Zukunftskonferenz 2011 um, indem wir insbesondere für Menschen bezahlbaren Wohnraum schaffen möchten, deren Einkommen knapp über der Grenze für einen Wohnberechtigungsschein liegt,“, sagt Max Wagmann. Erste Bauvorhaben seien bereits ins Auge gefasst, so der AWO-Kreisvorsitzende, der den Schritt, die AWOhnbau-Genossenschaft zu gründen als einen weiteren Meilenstein bezeichnete.

Neben interessierten Landkreisbürgern waren Vertreter der AWO und mit Dr. Stefan Straßmair und Edwin Klostermeier auch zwei Bürgermeister als Gründungsmitglieder vertreten: Sie profitieren mit ihren Anteilen in mehrfacher Hinsicht: Die AWOhnbau-Genossenschaft bietet ihnen die Möglichkeit, günstigen Wohnraum für ihre Angestellten zu sichern und soziale Wohnprojekte wie Mehrgenerationen-Häuser, Seniorenwohnprojekte etc. vor Ort zu fördern.

Eine Gemeinde befindet sich für ein konkretes Mehrgenerationen-Projekt mit der AWOhnbau-Genossenschaft bereits in Gesprächen. „Weitere Gemeinden haben ebenfalls Interesse signalisiert“, so Max Wagmann. Ablaufen könnten die Projekte beispielsweise so, dass eine Gemeinde der Genossenschaft verbilligt oder sogar kostenlos ein Grundstück zur Verfügung stellt. Die Genossenschaft plant und baut für ihre Mitglieder bedarfsgerechte wie etwa barrierefreie Wohnungen. Die Gemeinden können dabei ihrerseits festlegen, wie viele Wohnungen sie selber beispielsweise für ihre Angestellten belegen möchten.

Diese könnte auch für die AWO-Ortsvereine interessant sein: Sie könnten ihren Mitgliedern ebenfalls günstigen Wohnraum sichern, wenn sie der Genossenschaft beitreten und entsprechende Anteile zeichnen.

Die Wohnungen können durch die Genossenschaft günstiger angeboten werden als etwa von einem Bauträger. Denn: Die AWOhnbau-Genossenschaft arbeitet kostendeckend und nicht gewinnoptimierend. „Darin unterscheidet sie sich ganz wesentlich etwa von privaten Immobiliengesellschaften“, betont Mindy Konwitschny, die Vorstandsmitglied der Genossenschaft ist und diese zugleich als Fachfrau professionell begleitet.

Die Genossenschaft finanziert sich über gezeichnete Anteile und die Mieteinnahmen aus den Genossenschaftswohnungen. Ein Anteil kostet 250 Euro und garantiert volles Stimmrecht. Damit sichern sich die Mitglieder zukünftig Wohnraum, der nicht der Gewinnmaximierung dient, sondern bezahlbar ist und bleibt. Bei Wohnungszuteilung kann ein Mitglied die Miete zusätzlich senken, indem es weitere Anteile über die Pflichtanteile hinaus zeichnet. „Auch mit geringem Eigenkapital kann man sich so langfristig Wohnraum im besonders teuren Landkreis München leisten“, betont Mindy Konwitschny.

„Mit unseren Projekten möchten wir die Interessen Aller unter einem Dach vereinen: Bürger, Gemeinden, Körperschaften und sonstigen Partnern“, so Max Wagmann. „Wir geben den Gemeinden die Chance, unterschiedlichsten Zielgruppen Wohnraum zu beschaffen.“ Senioren etwa, denen ihr Haus zu groß wird und die innerhalb ihrer vertrauten Umgebung in eine barrierefreie, bezahlbare Wohnung ziehen möchten. Familien mit Kindern, Singles, Alleinerziehende usw. können sich zum Beispiel in einem Mehr-Generationenhaus Wohnungen sichern, deren Quadratmeterpreis unter dem ortsüblichen Mietspiegel liegt.

Wer der AWOhnbau-Genossenschaft beitreten möchte oder weitere Informationen wünscht, kann sich mit Mindy Konwitschny unter mindy.konwitschny@awo-kvmucl.de oder unter Telefon 089 672087-0 in Verbindung setzen.

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