Bild fr AWO Kreisverband
AWOhnbau-Genossenschaft


Unser Angebot

Grundkonzept der AWOhnbau-Genossenschaft

Traumhaus gesuchta. Zweck und Gegenstand der AWOnbau-Genossenschaft

Der Zweck der Genossenschaft ist die Förderung ihrer Mitglieder vorrangig durch eine gute, sichere, nachhaltige und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung. Hierfür kann die Genossenschaft

Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen bewirtschaften, errichten, erwerben, veräußern und betreuen; sie kann alle im Bereich der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Hierzu gehören Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Räume für Gewerbebetriebe, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen.

Dabei erstreckt sich der Geschäftsbetrieb der Genossenschaft grundsätzlich auf den Landkreis München. Wichtig ist es der Genossenschaft, dass ihre Immobilien keine spekulative Verwendung finden.

 

b. Bedarf für die AWOhnbau- Genossenschaft

Seit einigen Jahren steigen die Wohnungsmieten im Landkreis München kräftig an. Der über viele Jahre zu geringe Geschosswohnungsbau in den Landkreisgemeinden und steigende Haushaltszahlen durch Zuzug in den Umkreis von München sind dafür verantwortlich.

Die Mieten für Neubauten in München und im Landkreis München sind laut einer Studie der deutschen Genossenschaftsbank die höchsten in Deutschland, Tendenz immer noch steigend.

Diese Entwicklung führt dazu, dass gerade Menschen mit geringen Einkommen kaum noch bezahlbaren Wohnraum finden.
Nicht nur für die betroffenen Personen selbst stellt dies ein großes Problem dar sondern auch für Gemeinden und Wohlfahrtsverbände sowie für sonstige Arbeitgeber im sozialen Bereich. Sie können in einigen Sektoren wie Kinderbetreuung, öffentlichem Dienst, Altenpflege usw. freie Stellen nicht mehr besetzen, da man sich im Landkreis für die niedrigen Gehälter in diesen Berufsgruppen keinen Wohnraum mehr leisten kann. Dies hat wiederum zur Folge, dass sich kaum noch qualifizierte Personen in diesen Ballungsräumen bewerben und die Gemeinden und Träger ihren Aufgaben in sozialen Bereichen nur noch sehr  schwer gerecht werden können.

 

c. Ziel der AWOhnbau-Genossenschaft

Ziel der AWOhnbau-Genossenschaft ist es, im Landkreis München ein Wohnungsangebot zu schaffen, das auch von Menschen mit geringerem Einkommen bezahlbar ist und bleibt. Hierfür ist eine enge Zusammenarbeit mit den Landkreisgemeinden und dem Landkreis notwendig. Interessierte Gemeinden und die AWOhnbau – Genossenschaft planen und errichten, z. B. Geschoßwohnungsbauten, die auf den Bedarf der Gemeinde und der Mitglieder der Genossenschaft abgestimmt sind. Damit sichern sich die Gemeinden und der AWO Kreisverband e.V. für ihre Angestellten und die Mitglieder der Genossenschaft für sich langfristig bezahlbare Mieten im Landkreis München. Ziel ist es, die stetig wachsende Lücke zwischen staatlich gefördertem Wohnungsbau und dem gewinnmaximiert orientierten, privaten Wohnungsbau zu schließen.

 

d. Umsetzung der Ziele

Grundidee:
Eine Mitgliedsgemeinde stellt der Genossenschaft z.B. in Form von Erbpacht, ein Grundstück günstig zur Verfügung. Die AWOhnbau – Genossenschaft plant und baut auf diesem Grundstück genossenschaftliche Wohnungen, die sie an ihre Mitglieder vermietet. Die Gemeinde erhält dabei für den Wert ihres eingebrachten Grundstückes Belegungsrechte für eine bestimmte Anzahl Wohnungen und eine bestimmte Zeit. Anzahl und Zeitdauer der Belegungsrechte richten sich u.a. nach dem Wert des zur Verfügung gestellten Grundstückes, dem Erbpachtzins, den Baukosten und den Finanzierungsmodalitäten inklusiver Miete/m² für das Bauvorhaben und wird bei jedem Projekt anhand eines Lebenszyklusmodells des Objektes errechnet.
Die Wohnungen, welche die Gemeinde nicht belegt, werden an die Mitglieder der Genossenschaft vergeben. Diese haben ihrerseits die Möglichkeit, ihre Miete zu reduzieren, indem sie über die Pflichtanteile hinaus Anteile zeichnen. Auch hier möchte die AWOhnbau – Genossenschaft auf die unterschiedliche Finanzkraft ihrer Mitglieder eingehen und die Mietreduzierung je nach eingebrachtem Kapital anhand des Lebenszyklusmodells des Objektes für den Quadratmeter Wohnraum individuell berechnen. Dies ermöglicht es der Genossenschaft, Mitglieder mit unterschiedlichem Einkommen bzw. Vermögen zu berücksichtigen und schließt nicht von Vornherein Personen aus, die nicht über ein hohes Eigenkapital verfügen. Dabei wird für jedes Projekt eine Vergaberegelung im Vorfeld ausgearbeitet, die einerseits auf eine gesicherte Finanzierung des Projektes, aber auch dem sozialen Leitgedanken der AWOhnbau – Genossenschaft gerecht wird.

 

e. Vorteile der verschiedenen Akteure

Gemeinden:

  • Sie sichern sich bezahlbaren Wohnraum für MitarbeiterInnen, die benötigt werden, um kommunale Aufgaben zu erfüllen.
  • Sie können sich mittels Bereitstellung eines Grundstückes, kostenlos, preisgünstig oder in Erbpacht, Belegungsrechte für einen langen Zeitraum sichern.
  • Sie müssen rechtlich nicht als Vermieter auftreten. Die Genossenschaft übernimmt die Vermietung der Genossenschaftswohnungen mit Belegungsrechten für die Gemeinde.
  • Das Bauamt der Gemeinde wird entlastet, weil Planung und Bau von der Genossenschaft projektiert und umgesetzt werden.
  • Die Gemeinde muss den Bau „ihrer“ Wohnungen nicht komplett vorfinanzieren sondern profitiert davon, dass viele Akteure den Bau über ihre Einlagen vorfinanzieren.
  • Durch zusätzliche Beteiligung an der Genossenschaft kann die Gemeinde die Mieten für „ihre“ Wohnungen langfristig weiter reduzieren, bzw. den Mietpreis „steuern“.

Verbände/Stiftungen:

  • Sie können sich ebenfalls bezahlbaren Wohnraum für ihre Angestellten oder Vereinsmitglieder in sozialen Bereichen sichern
  • oder unterstützen das Projekt, um für diese Bereiche bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
  •  Langfristig können sie auch mit einer Rendite rechnen, die zwar satzungsgemäß bis zu 4%, aber eventuell etwas über dem durchschnittlichen jetzigen Zinssatz auf dem freien Markt liegt.

Privatpersonen:


Investierende:

  • Durch eine frühzeitige Beteiligung an der Genossenschaft können sie sich schon jetzt für die Zukunft ein Genossenschaftsguthaben aufbauen, um später in eine Genossenschaftswohnung zu ziehen.
  • Sie profitieren ebenfalls von der Verzinsung ihrer Anteile, entweder durch Gutschrift auf ihr Genossenschaftsguthaben oder als Auszahlung.

Mieter:

  • Diese können ihre Grundmiete/m² über den Kauf von Genossenschaftsanteilen reduzieren. Dabei wird der Barwert für einen bestimmten Zeitraum errechnet und bei der Miete gutgeschrieben. Eine eventuelle Rendite aus dem Jahresüberschuss wird mit der Gutschrift über den Barwert verrechnet.
  • Durch Verzicht auf Auszahlung können sie z.B. auch ihre Miete im „Alter“ vor Mietpreissteigerungen schützen oder Mietminderungen oder –erlass erwerben.
  • Sie können mitwirken bei der Gestaltung des Baus und bei der Festsetzung der Belegungsregeln für den Teil der Wohnungen, die nicht von der Gemeinde belegt werden.