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Asylsozialberatung


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Das Engagement für Flüchtlinge hat Zukunft
 
Der AWO-Kreisverband München-Land stellt sich den sozialen Bedürfnissen und Problemen vor Ort. Als im Sommer 2015 die ersten Flüchtlinge in Bayern ankamen, war die AWO zur Stelle und hat bereitwillig Verantwortung übernommen. Das spontane Engagement für Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und Zuflucht suchten, hat nach der Anlaufzeit nun längerfristig eine gesicherte Zukunft: Bei einer EU-weiten Ausschreibung des Landratsamts München erhielt der AWO-Kreisverband den offiziellen Auftrag, die Asylsozialberatung in den Einrichtungen im Würmtal und im Südosten des Landkreises zu übernehmen.
 
Im Oktober 2015 startete ein AWO-Team in der Traglufthalle in Unterhaching seine Betreuungsarbeit. Im Januar 2016 kam eine weitere Traglufthalle in Unterföhring dazu. Im April 2016 übernahm das AWO-Team dann die Asylsozialberatung in der Gemeinde Haar. Ab November 2016 konnte die Traglufthalle in Unterföhring aufgelöst werden, wie bereits zuvor die Halle in Unterhaching. Dafür entstanden neben den dezentralen Unterkünften auch Gemeinschaftsunterkünfte wie in Haar die „Feel Home-Häuser“ mit 32 Bewohnern pro Block. Auch in den Gemeinden Straßlach-Dingharting, Hohenbrunn, Neubiberg und Sauerlach wurden Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge dezentral und in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht und von einem AWO-Team betreut.
 
Bei der EU-weiten Ausschreibung des Landratsamts München für die Weiterführung der Asylsozialarbeit hatte auch der AWO Kreisverband München-Land seine Bewerbung abgegeben. Die AWO-Mitarbeiter, die im September 2015 mutig Neuland betreten hatten, waren fest entschlossen, ihre in den Jahren gesammelten Erfahrungen in der Beratungsarbeit weiter einzubringen. Deshalb freute sich die AWO München-Land, im Sommer den Zuschlag für die Asylsozialberatung in den Würmtal-Gemeinden Gräfelfing, Planegg und Neuried sowie in den Gemeinden Haar und Grasbrunn erhalten zu haben.
 
Die Asylsozialberatung, in der insgesamt sechs Mitarbeiter beschäftigt sind, kann somit für die Zukunft planen. Nach Abschluss ihres Asylverfahrens sind viele Flüchtlinge jetzt anerkannte Asylbewerber. Betreuung brauchen sie trotzdem, sagt Daniel Kreutz, Fachbereichsleiter Asyl: „Die Hilfe zur Integration steht bei diesen Menschen jetzt im Vordergrund.“ Sie brauchen Wohnung und Beschäftigung und Hilfe in Fragen des täglichen Lebens. „Eigentlich beginnt die Arbeit erst jetzt“, sagt Kreutz und freut sich darüber, dass die AWO sich engagieren kann: „Es ist ein ureigenes Thema der AWO, Menschen in schwierigen Situationen zu helfen und ihnen Unterstützung anzubieten.“