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Aktuelles aus dem Kreisverband

Nachruf: Franziska „Fanny“ Ludwig ist tot

Wir trauern um ein Mitglied der ersten Stunde des Ortsverein Unterhaching.

Eine gerechte Gesellschaft, eine soziale Gemeinschaft, die sich füreinander und vor allem für die Schwächsten engagiert – das waren die Ziele für die sich Franziska Ludwig in ihrem langen Leben stark gemacht hat. Am 21. März ist „unsere Fanny“, wie sie bei Freunden und AWO-Gefährten hieß, im Alter von 98 Jahren gestorben.

Die Kriegerwitwe war in den ersten schweren Jahren der Nachkriegszeit wie viele andere Frauen auf sich allein gestellt. Zusammenhalt fand sie damals, wie sie berichtete, in einer Gruppe von Frauen, die sich regelmäßig traf und aus der sich 1948 der AWO Ortsverein entwickelte. Sie gilt als Mitglied der ersten Stunde und ist „ihrem“ Ortsverein ihr Leben lang treu geblieben.

Ob Jahreshauptversammlung, Kaffeenachmittage oder sonstige Veranstaltungen: „Unsere Fanny war immer dabei und hat sich kaum ein Angebot entgehen lassen“, erinnert sich Renate Schättiger, Schriftführerin im Ortsverein. Lange war Fanny Ludwig im Vorstand aktiv und verabschiedete sich erst 1984 mit immerhin fast 70 Jahren in den „Ruhestand“, als sie vom Posten der Kassiererin zurücktrat.

An ihrem Engagement für die AWO und der regen Teilnahme am Vereinsleben „ihres“ Ortsvereins änderte sich jedoch nichts. 2008 verlieh der Kreisvorsitzende Max Wagmann ihr die „goldene Ehrennadel“ für 60-jährige Mitgliedschaft und erinnert sich an sie als eine „außergewöhnlich liebevolle Frau“. Zudem würdigt die Ehrenmedaille des Bezirksverbands ihren besonderen Einsatz für die AWO.

„Sie hat immer an ihre Mitmenschen gedacht“, sagt Renate Schättiger. Freunde und Weggefährten konnten sich auf die vielseitig interessierte Seniorin immer verlassen. Zu wichtigen Anlässen fanden sie eine Karte von ihr im Briefkasten – geschrieben in der für sie typischen schönen Handschrift. „Unsere Fanny hat nie jemanden vergessen.“

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