Schulbegleitung

Die Schulbegleitung von Kindern / Jugendlichen an Regelschulen (Grund-, Mittel-, Realschulen, Gymnasien als auch Sonderpädagogischen Förderzentren) wird zukünftig ein innovatives Feld der Einzelfallhilfe und Einzelbetreuung im schulischen Bereich sein. Die soziale Teilhabe des Kindes / Jugendlichen im Feld Schule ist die Herausforderung, der wir uns gern und qualifiziert stellen wollen.

Soziale Teilhabe bedeutet nicht nur die Teilnahme am Unterricht, sondern die selbstverständliche Beschulung und Verbundenheit im Klassenverband von Kindern mit besonderem Betreuungsbedarf. Das Kind / der Jugendliche soll in seinem sozialen Bereich eingebettet und aufgenommen sein, um so am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. An diesem Punkt setzt unser pädagogisches Konzept der Schulbegleitung an. Dieses Konzept ermöglicht, dass Kinder und Jugendliche sowie ihr unmittelbares Umfeld inklusive Beschulung erleben. Schulbegleitung will der Ausgrenzung und Stigmatisierung entgegenwirken. Didaktik und Pädagogik können davon profitieren.

Damit ein Kind sich positiv entwickeln kann, braucht es Eigenmotivation, die mit Hilfe von Beziehungsarbeit an und mit dem Kind gefördert und etabliert wird. Hier wird an den bestehenden Ressourcen und Eigenschaften des Kindes mit Hilfe eines eigens entwickelten Portfolios angesetzt, um die Beziehung zwischen Integrationshelfer/in und Kind zu intensivieren.

Das Kind im Blick – mit dem Blick des Kindes!

Der Leitsatz „Das Kind im Blick, mit dem Blick des Kindes!“ fordert von der AWO als Leistungserbringer eine hohe Verantwortung gegenüber den Familien und dem Kind in seiner Entwicklung ein. Die Schulen erhalten einen verlässlichen Kooperationspartner in der Beschulung von Kindern / Jugendlichen mit besonderem Betreuungsbedarf. Eine erfolgreiche Schulbegleitung ist eine beendete Schulbegleitung. Wenn sich der/die Integrationshelfer/in überflüssig gemacht hat, haben wir mit allen Beteiligten das Ziel der Inklusion erreicht. Das Projekt Inklusive Schule im Landkreis München verfolgt damit das Ziel, Inklusion zu leben und zu verwirklichen.

Zum Thema „Inklusion“ möchten wir Ihnen dieses Musikvideo von Dominikus Ringeisen (Ursberg) ans Herz legen. Schauen Sie einfach mal rein:

 

Modellprojekt „Inklusive Schule“

Logo IntegrationshelferEin bayernweit einzigartiges Modellprojekt, das die AWO gemeinsam mit dem Landkreis entwickelt hat, startet im Schuljahr 2013/2014 an Grund- und Mittelschulen.

Fachkräfte wie Erzieher, Pädagogen oder Heilerziehungspfleger werden fachlich aus- und regelmäßig weitergebildet. Sie heißen jetzt Integrationshelfer, bilden ein Team mit dem Kind und begleiten es über volle zwei Jahre. Auf diesen Zeitraum ist das Pilotprojekt zunächst begrenzt.

Wissenschaftlich begleitet wird es von der Stiftung Bildungspakt Bayern  und von Professor Dr. Reinhard Markowetz vom „Institut für Präventions-, Integrations- und Rehabilitationsforschung“ an der Ludwig-Maximilian-Universität.

Rund 500.000 Euro investiert der Landkreis München jährlich in das Projekt. Davon werden die bis zu 20 Integrationshelfer finanziert. Darüber hinaus gibt es mit Christian Kleiber einen Koordinator und Ansprechpartner für Eltern, Schulen und Integrationshelfer.

Eine Besonderheit des Konzeptes stellt der Schulterschluss zwischen Schulamt, Kreisjugendamt und dem Träger dar. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Stiftung Bildungspakt Bayern:

http://bildungspakt-bayern.de/integrationshelfer-in-der-inklusiven-schule/

Ansprechpartner

Carina Pömp
Telefon 089 672087-18